Freie Bildung braucht Freie Software

Besuchen Sie uns auf der didacta · 7. bis 11. Juni 2022 · Köln · Halle 6.1, Stand E122

Warum Freie Software?

Für Freie Software und Open Source gibt es viele gute Gründe. Hier sind die sechs wichtigsten.
Individualität

Individualität

Passen Sie die Software an den Lernalltag an, nicht umgekehrt

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit

Geräte länger verwenden — ohne geplante Obsoleszenz

Partizipation

Partizipation

Mitgestaltung realer Software im und außerhalb des Unterrichts.

Respekt

Respekt

Schutz der Privatsphäre und vor Big-Data-Konzernen

Sicherheit

Sicherheit

Keine verborgenen Anti-Features und Hintertüren

Unabhängigkeit

Unabhängigkeit

Keine Bindung an einzelne Hersteller mit Gewinninteresse

Software-Angebot

Das Angebot an freier Bildungs-Software ist umfangreich. Wir empfehlen die wichtigsten Komponenten einer offenen, digitalen Umgebung.

Das freie Schul-Informations-System, mit dem Schul-Organisation von Stammdaten über Stunden- und Vertretungspläne bis hin zum digitalen Klassenbuch und der Mensa frei, nachhaltig und sicher wird.

Der modulare Ansatz ermöglicht eine vollständige Anpassbarkeit an jede individuelle Anforderung der Schule!

Die Videokonferenz- und Online-Unterrichts-Software ohne Mithörer, dafür mit Präsentationen, interaktivem Whiteboard, geteilten Notizen und vielem mehr.

Dank Unabhängigkeit von großen Anbietern respektiert BigBlueButton die Privatsphäre der Lernenden und Lehrenden!

Die Lösung vom Schul-Server bis zu Recherarbeitsplätzen und Laptop- oder Tablet-Klassen ermöglicht den schnellen, nachhaltigen und sicheren Betrieb aller Geräte im Schulnetzwerk.

Dank der großen Software-Auswahl der Linux-Distribution Debian sind der Gestaltung und Anpassbarkeit keine Grenzen gesetzt.

Die unbahängige Chat-Plattform mit vielen Extras, wie gut strukturierten Spaces für Jahrgangsstufen und Klassen, Videokonferenzen, 1:1-Chats, und Erweiterungsmöglichkeiten mit beliebigen Zusatz-Apps wie Whiteboards.

Element und Matrix ist vollkommen anbieterunabhängig und kann dank dezentraler Technologie sogar schulübergreifend vernetzen!

Das Lern-Management-System für Online- und Hybrid-Kurse, Tests und Prüfungen, multimediale und interaktive Lerninhalte und Kommunikation erlaubt die Gestaltung oder Begleitung von Unterricht in grenzenlosen Formaten.

Dank einer großen Format-Sammlung und H5P-Kompatibilität sowie einer schnell wachsenden Gemeinschaft ist der Austausch untereinander gleich dabei.

Die Private Cloud für Dateiaustausch, Kalender, Task-Boards, Online-Office und vieles mehr, das die Zusammenarbeit im Unterricht und der Schulverwaltung erleichtert.

Nextcloud ist umfangreich erweiterbar und bietet einen umfassenden Ersatz für bekannte, große Cloud-Anbieter, die meistens keinerlei angemessenen Datenschutz bieten.

Projekte und Organisationen

Die Projektpartner*innen des Messestandes sind gerne auch darüberhinaus Ansprechpartner*innen. Kontaktinformationen finden Sie auf den entsprechenden Websites.

Der Teckids e.V. vereint seit 2013 verschiedenste Projekte aus der Schnittmenge von Kinder, Jugend, Bildung und Freier Software.

Mit Einstiegsangeboten wie der Sommerfreizeit Hack’n’Sun und dem Projekt schul-frei ist das Ziel insbesondere, junge Menschen zur Mitgestaltung digitaler Angebote zu befähigen.

Digitalcourage e.V. engagiert sich seit 1987 für Grundrechte, Datenschutz und eine lebenswerte Welt im digitalen Zeitalter.

Mit Angeboten wie dem Bildungspaket bietet Digitalcourage auch umfangreiche Informationen zum Datenschutz und Datensouveränität in Schule und Bildung.

Am Katharineum, einem großen Gymnasium in Lübeck, ist Freie Software in wichtiger Baustein in Pädagogik und Didaktik.

Nicht nur die IT setzt fast ausschließlich auf Open Source, auch in Unterrichtsprojekten wird mit und für Freie Software entwickelt. So ist das Katharineum ein Mitbegründer des AlekSIS-Projekts.

Die häufigsten Mythen und Missverständnisse

Mike Kuketz entlarvt in seinem bekannten Blog einige der häufigsten Mythen über Microsoft-Produkte und proprietäre Software.

Falsch! Wissensvermittlung kann man nicht nur auf Software reduzieren, und schon gar nicht auf die Durchführung von Unterricht mit proprietärer Software.

Digitale Bildung sollte vor allem keine Produktschulung sein – die Vermittlung fundierter Kenntnisse, von Abstraktionsfähigkeit und von anbieterunabhängigen Fähigkeiten muss im Vordergrund stehen.

Falsch! Zunächst einmal ist es eine selbsterfüllende Prophezeiung, wenn behauptet wird, alle Unternehmen würden auf Microsoft- und Apple-Produkte setzen und man müsse deshalb auch in der Schule diese Produkte verwenden.

Genau so könnte man argumentieren, dass vor allem deshalb viele Unternehmen auf Microsoft- und Apple-Fähigkeiten setzen, weil Schulen von sich aus auf diese Produkte vorbereiten.

Vor allem aber kommen unabhängige Studien zu dem Ergebnis, dass die in Schulen stattfindende Produktschulung gar keine IT-Nutzungs-Kompetenzen vermitteln und Schüler*innen tatsächlich fast nur einstudierte Klick- und Wischabläufe beherrschen. Das kann nicht der Anspruch digitaler Bildung sein.

Die Bedienungsweisen und Konzepte von Apps und Anwendungen ändern sich schnell, und jede*r wird früher oder später neue Oberflächen, Abläufe und Konzepte begreifen können müssen. Die Schule sollte also im Kern darauf hinarbeiten, Zusammenhänge und Abstraktionsfähigkeit zu vermitteln. Das geht nur anbieterunabhängig!

Falsch! Oder besser: Nicht ganz richtig. Tatsächlich ist es natürlich bequemer, ein fertiges Produkt samt Support von einem zentralen Anbieter “aus der Cloud” zu kaufen. Aber wie überall ist dies vor allem ein Problem von Angebot und Nachfrage.

Auch für freie Software gibt es All-Inclusive-Support und Cloud-Angebote. Das Projekt schul-frei des Teckids e.V. hilft beispielsweise dabei, alle benötigten Komponenten aus einer Hand und gut integriert zu erhalten und vermittelt Support-Partner.

Desweiteren hat aber sicher jede*r Schul-Administrator*in schon erlebt, wie zeitraubend und ermüdend es sein kann, vom Support des IT-Dienstleisters Änderungen zu bekommen, die den Anforderungen der Kolleg*innen entsprechen. Oft ist dies auch gar nicht möglich, weil die Software nicht ausreichend anpassbar ist.

Sponsoren

Die Präsentation auf der didacta wurde durch die finanziellen Beiträge unserer Sponsoren ermöglicht. Wir bedanken uns für die Unterstützung!

Debian ist eine der größten, ältesten und meistgenutzten Linux-Distributionen, insbesondere im Server-Bereich. Mit Debian Edu enthält es eine vollständige, freie Schul-Netzwerk-Lösung.

Das Debian-Projekt unterstützt Entwickler*innen und Initiativen dabei, Projekte zu präsentieren.

Die Grazer Linuxtage sind ein Linuxtag, auf dem sich jährlich Interessierte und Entwickler*innen vieler Open-Source-Projekte treffen.

Der gemeinnützige Verein unterstützt mit seinem Überschuss der Veranstaltung Projekte und Initiativen.

Das Linuxhotel ist ein Schulungs-Zentrum im Herzen des Ruhrgebiets, in dem kompetente Open-Source-Expert*innen ihren Erfahrungsschatz weitergeben.

Mit Community-Wochenenden und vielem mehr unterstützt das Linuxhotel auch die Freie-Software-Gemeinschaft, indem Austausch und Weiterentwicklung in einer einmaligen Umgebung ermöglicht wird.

Impressum und Kontakt

Diese Website wird betrieben vom Teckids e.V. für die aufgeführten Projektpartner*innen des didacta-Standes.

Teckids e.V.
Kennedyallee 18
53175 Bonn

E-Mail: vorstand@teckids.org
Telefon: +49 228 92934160

Vereinsregister: Bonn, VR 9846

Verantwortlich im Sinne des Presserechts: Dominik George (Geschäftsführer)

Für Kontakte zu einzelnen Personen und Organisationen, für inhaltliche Anfragen, Support und Beratung wenden Sie sich bitte an die oben verlinkten Projektpartner*innen.